Heute abend wohnte ich einem interessanten Vortrag des Augustinerpaters und Philosophen Hermann-Josef Zoche bei. Der Abend stand unter dem Thema “Unternehmer im Brennpunkt 2008″ und wurde durch die Zuger Kantonalbank organisiert. Sehr interessanter Vortrag, obwohl ich, wie viele vielleicht wissen, der Kirche – insbesondere der Katholischen – sehr kritisch gegenüberstehe. Der Pater hat auch ein paar Bücher geschrieben, z.B. “Die 7 Todsünden unserer Zeit”, welches u.a. auf amazon.de zu finden ist.
Dort steht auch folgende Beschreibung zur Person:
“Zoche, der über eine umfassende theologische und philosophische Bildung verfügt, hat sich einen Namen als Vertreter einer aufgeklärten katholischen Morallehre gemacht. Seine Weltzugewandtheit gepaart mit ökonomischem Sachverstand machen ihn zu einem gefragten Gast und Redner in den Medien und Kreisen der Wirtschaft, wo er auch Seminare zum Thema „Management und Menschenbild“ anbietet. Insofern dürfte auch diese gewinnbringende praktische Anleitung zur Überwindung der „Charakterschwächen“ eine aufmerksame Leserschaft finden.”
(Zitat: Franz Klotz, literaturanzeiger.de)
Der Vortrag war witzig, unterhaltsam und diese Weltzugewandtheit deutlich zu hören, vor allem auch in den Witzen und Anekdoten, die man nie von einem kath. Geistlichen erwarten würde.
Zum Beispiel meinte er, dass sich die Definition von Erfolg im Laufe eines Menschenlebens ändert:
Bei einem…
- 2jährigen: ich mach mir nicht in die Hose!
- 18jährigen: ich habe Sex!
- 50jährigen: ich habe viel Geld!
- 70jährigen: ich habe Sex!
- 90jährigen: ich mach mir nicht in die Hose!
Natürlich ist das nicht alles, was davon hängengeblieben ist. Aber das alles aufzuführen, würde zu weit führen. Ein Hinweis jedoch: wer die Gelegenheit haben sollte, einen Vortrag von Pater Zoche zu besuchen, sollte die Gelegenheit unbedingt wahrnehmen. Es gab nicht nur reichlich zu lachen, sondern auch vieles, um darüber nachzudenken.
In diesem Sinne: viel Erfolg